Das europäische Verbundprojekt ROPOD (Grant 731848) und das aus dem Projekt heraus entstandene Robotik Start-up Lot size one Robotics (kurz LS1 Robotics) präsentieren auf der Logistikmesse LogiMAT 2020 als Weltneuheit den VW Käfer unter den mobilen Logistikrobotern. Basierend auf einem ähnlichen Plattformkonzept wie es mittlerweile in der Automobilindustrie weltweit etabliert ist, baut LS1 Robotics autonome mobile Logistikroboter, die deutlich unter dem Preis vergleichbarer Roboter liegen, omni-direktional manövrieren können, über eine nachgiebige Bewegungssteuerung verfügen und damit inhärent sicher sind und flexibel an die Bedürfnisse von Kunden angepasst werden können. ROPOD und LS1 Robotics stellen aus in Eingangshalle Ost – Stand ES16.

Fahrerlose Transportsysteme in der Logistik (engl. automatically guided vehicles) zeichneten sich in der Vergangenheit dadurch aus, dass sie nur in einer vorstrukturierten Arbeitsum­gebung operieren, sich nur entlang vorprogrammierten Routen bewegen konnten, schwer und massig waren und nur über eine eingeschränkte Manövrierbarkeit verfügten. Die neuere Generation von mobilen Logistikrobotern (engl. autonomous mobile logistic robots) erfordert nur eine begrenzte oder keine Vorstrukturierung des Arbeitsraums, ist flexibler und kann autonom navigieren und Hindernissen ausweichen. Auch sie sind in der Regel schwer und massig. Nur wenige haben eine hohe Manövrierbarkeit und können sich gleichzeitig in alle Richtungen bewegen. Allen gemeinsam ist der Preis, der selten unterhalb eines gehobenen Mittelklassewagens liegt.

Basierend auf einem Plattformkonzept für mobile Roboter stellen ROPOD und LS1 Robotics das klassische Designkonzept für Fahrerlose Transportsysteme und gängige mobile Logistikroboter und auch das derzeitige Preisgefüge auf den Kopf. Den Kern dieses Plattform­konzepts bildet eine neue, kompakte, modulare, leicht konfigurierbare Antriebseinheit, das sogenannte PowerWheel 150. Eine solche Antriebseinheit besteht aus zwei differentiell angetriebenen, getriebelosen Nabenmotoren. Sie verfügt über eine Traglast von 150 kg (ohne Schockbelastung), ein Antriebsmoment von 4 Nm, eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h und eine hohe passive und aktive Nachgiebigkeit. Die mechanischen und elektrischen Schnittstellen bestehen aus vier Schrauben und zwei Steckverbindungen, einer für die Stromversorgung und einer für die Kommunikation via EtherCAT.

Die Räder können beliebig konfiguriert werden. Die so entstehenden Plattformen sind omni-direktional, das heißt sie können sich unmittelbar in alle Richtungen bewegen und auch um Ihre Hochachse drehen. Ein wesentlicher Vorteil dieser hohen Konfigurierbarkeit ist, dass Plattformen mit geringem Zeit- und Entwicklungsaufwand an die Bedürfnisse und Logistikanforderungen von Kunden zugeschnitten werden können.

Mehr Informationen unter: www.ls1-robotics.com

Eingang Ost / Stand ES16 

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